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White Letter Tires – Der schicke Trend aus den Staaten selbstgemacht

Abgelegt unter Automobile by Redaktion am 15. Juli 2016

White Letter TiresViele Tuning-Trends drehen sich rund um die Höhe der Karosserie, den Radstand, Lackeffekte und die Felgen. Dabei sind die Reifen ein Stilelement, welches schon lange vor allen anderen Umbaumaßnahmen genutzt wurde, um den Autos einen schicken Anstrich zu geben. White Wall Tires, also Reifen mit einem weißen Zierstreifen, gehörten zur Ausstattung der ersten Automobile. Der Effekt ergab sich, weil unbehandeltes Kautschuk verwendet wurde, welches eine helle Färbung hatte und für eine höhere Haltbarkeit Zinkoxid beigegeben wurde, das ebenfalls in einer hellen Färbung ausfällt. Die Laufflächen färbten sich durch den Schmutz auf der Straße bräunlich-schwarz: der Weißwandreifen war – wenn auch ungewollt – geboren. Erst später wurde sogenanntes Kienruß beigegeben, welches die Haltbarkeit noch weiter erhöhte und für die schwarze Färbung sorgt, die sich bis heute durchgesetzt hat.

White Letter Tires – Vergessene Eleganz?

Ein auffällig und mit Liebe designtes Auto verdient entsprechende Bereifung. White Wall Tires, mit einer weißen Seitenfläche, wirken dabei oft zu überdimensioniert. Die dezenteren Lösungen, die White Letter Tires, kommen bei Muscle Cars, Oldtimern und einigen Rennwagen optisch ansprechend zum Einsatz. Der Vorteil liegt darin, dass die kleinen verzierten Schriftzüge nicht so schnell dreckig werden, wie ein White Wall Tire und als dezentes Highlight dennoch für den Aha-Effekt sorgen. Obwohl die Wirkung auffällig und doch dezent ist, werden die Reifen immer seltener direkt ab Werk geliefert.

White Letter Tires selbstgemacht

Im Angebot der Hersteller zeigen sich neben White Letter Pneus, wie dem Cobra Radial von Cooper Tires, viele Modelle, die zwar hervorragende Fahreigenschaften und Aspekte der Haltbarkeit vorweisen, aber leider keine weiße Schrift haben, welche das KFZ zur optischen Perfektion führen würde. Wer aus normalen Reifen White Letter Tires fertigen möchte, benötigt dafür zunächst spezielle Reifenfarbe aus dem Fachhandel.

Das Verzieren der Reifen erfolgt dann in wenigen einfachen Schritten:

  1. Reinigen und Trocknen
    Um Farbe auf Oberflächen lange wirken zu lassen, müssen diese von Staub, Fett, Chemikalien und anderen Verunreinigungen befreit werden. Von chemischen Reinigern kann abgesehen werden: Eine einfache Waschlösung, der Hochdruckreiniger auf niedriger Stufe und ein sauberes Tuch genügen, um den Schmutz zu entfernen. Die nassen Reifen müssen danach sehr gut getrocknet werden. Ein warmer Tag und eine staubfreie Umgebung bieten sich bestens für das Projekt an.
  2. Farbauftrag
    Der Auftrag der Spezialfarbe erfolgt in mehreren dünnen Schichten, die einzeln getrocknet werden. Das Abkleben des Reifens rund um die Schrift verhindert dabei, dass die Farbe verläuft. Eine andere Methode ist, überlaufende Farbe außerhalb der Vertiefung der Markenbezeichnung direkt mit einem Tuch zu entfernen. Umso mehr Schichten und Zeit hier aufgebracht werden, umso schöner und dauerhafter ist das Ergebnis. Um den Effekt zu beschleunigen, kann ein Haartrockner verwendet werden.
  3. Intensive Trocknung
    Bevor man die schicken White Letter Tires auf der ersten Ausfahrt zum Glühen bringt, muss der letzte Farbauftrag sehr gut durchtrocknen, sonst fängt die weiße Schrift direkt hässlichen Staub und wird gräulich-gelblich. Zur gelegentlichen Pflege genügt ein feuchtes Tuch.
 



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